Wanderung in Halle

Halle erzählt seinen Gästen nicht nur eine interessante Geschichte sondern hat auch entlang der Saale viele interessante Punkte die zu entdecken gilt


Halle entlang der Saale

Gestartet wird unsere Wanderung mit einer kleinen Stadtrundfahrt mit der Straßenbahn bis zum Markt. Die Zeit zum Umsteigen nutzen wir für einen kurzen Besuch der spätgotischen Marktkirche. In der Kirche erlebten wir eine Probe der Kantorei Chores. Er stimmte uns musikalisch auf unsere Wanderung entlang der Saale ein.

Bis zur Weiterfahrt mit der Straßenbahn nutzten wir die Wartezeit für einen Rundblick auf dem Markt. Die Größe des Marktplatzes entstand durch die Zerstörung von Gebäuden unter anderem des Rathauses im 2. Weltkrieg.
Der Ratshof, welcher durch seine Werksteinverblendung in nüchternen – monumentalen Formen des Neuen Bauens von 1928 bis 30 im Hof des ehemaligen Rathaushauses errichtet wurde, ist heute Sitz des Oberbürgermeisters.

Der Rote Turm
Als freistehender Turm von 1418-1506 errichtet, erhielt 1999 das größte Glockenspiel von Europa. Das Glockenspiel wird durch eine eingebaute Automatik und bei besonderen Anlässen von einem Musiker (Carillonneur) gespielt.
Unsere Weiterfahrt mit der Straßenbahn führte uns vorbei am Alten Markt mit dem Eselsbrunnen und den Frankeschen Stiftungen.
Angekommen ging es ab der Brücke über die Schiffssaale auf die Rabeninsel nun entlang der Saale.

Die Insel 
Ist eine Hartholzaue liegt im Überschwemmungsgebiet und wird von der Schiffssaale und der Wilden Saale umgeben.

Unser Weg führte uns weiter zur Pulver Weide, am ehemaligen Saale – Bad zum Holzplatz. Hier befand sich das ehemalige Gaswerk. Das Werksgebäude wird von VW als Autohaus genutzt. Der Gasometer wird zurzeit zu einem Planetarium umgebaut. Geplant ist, die einzige noch vorhandene Sohlebrunnen auf dem Holzplatz, wieder in Betrieb zu nehmen und diese für das Schausieden zu nutzen. Zurzeit wird Sohle aus Bernburg genommen.
Eine kurze Pause erfolgte am Halloren- und Salinemuseum. Hier mussten die Hallorenkugeln, die den Knöpfen der Uniformen der Halloren nachgebildet wurden, verzehrt werden.

Weiter führte uns der Weg in die Große Klausstraße zu einem Wandbild von Hans-Joachim Triebsch. Das Bild, welches sich über die gesamte Hausfront erstreckt, wurde 1988 gemalt und 2002 überarbeitet bzw. erneuert.

Neue Residenz

1530/1531 ließ Kardinal Albrecht das städtische Cyriakushospital unmittelbar südlich des Domes an der Gerbersaale abreisen und dafür das Johannishospital bis 1530 fertigstellen. Mit der Neuen Residenz wurde 1531 begonnen.
Neue Residenz ist ab 1644 die Bezeichnung für den im Jahre 1531 als New Gebew errichteten vierflügeligen Gebäudekomplex in der Stadt. Das von Kardinal Albrecht von Brandenburg errichtete imposante Bauwerk ist Ergebnis des frühen Imports italienischer Renaissance-Ideen und -motive in den mittel- und norddeutschen Raum und eines der bedeutendsten Bauwerke der Frührenaissance in Deutschland. Es handelt sich um einen unbefestigten Baukomplex mit Residenzcharakter und mit ehemals enger Verbindung zu einem aufwändigen Garten jenseits der Stadtmauer.

Eine der letzten Etappen in der universitären Residenzgeschichte bildete 1934 die Eröffnung des Geiseltalmuseums in der Residenzkapelle Aller Heiligen. In der Zeit der DDR war die neue Residenz Heimat der Sektion Geographie der Martin-Luther-Universität sowie des Geiseltalmuseums.
Im Jahre 2003 wurde der Neue Residenz e.V. gegründet. Hauptziel des gemeinnützigen Vereins ist es, die Neue Residenz als geschichtsträchtigen und identitätstragenden Ort in der Stadt Halle zu stärkerer Wahrnehmung zu verhelfen.

Dom

Auf Veranlassung durch den Landesherrn, Kardinal Albrecht von Brandenburg, zugleich Kurfürst von Mainz, wird mit dem Umbau der alten Dominikanerkirche zu Dom begonnen. Der Umbau ist 1526 im Wesentlichen beendet.
Der Dom zu Halle ist das älteste noch vorhandene Kirchengebäude in der Altstadt von Halle. Hier residierten die Erzbischöfe von Magdeburg für lange Zeit als Landesherren der Stadt. Die Kirche von Kardinal Albrecht von Brandenburg sollte, zusammen mit der nebenan erbauten Neuen Residenz, Teil des einflussreichsten, mächtigsten und repräsentativsten Stifts nördlich der Alpen werden.

Moritzburg

Die Moritzburg ist ein befestigtes Schloss in Halle (Saale). Im Jahr 1484 wurde der Grundstein für die spätere Residenz der Magdeburger Erzbischöfe gelegt. Sie wurde im Stil der Spätgotik errichtet und ist heute eines der imposantesten Bauwerke der Saalestadt Halle. Seit dem 19. Jahrhundert beherbergt sie vor allem ein Kunstmuseum mit überregionaler Ausstrahlung. Von 2005 bis Dezember 2008 wurden Nord- und Westflügel von den Architekten Enrique Sobejano und Fuensanta Nieto zur Erweiterung der Ausstellungsfläche ausgebaut. Seit dem 13. Dezember 2008 ist das erweiterte Kunstmuseum zugänglich.
Leopoldina

Die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften ist die älteste naturwissenschaftlich-medizinische Gelehrtengesellschaft im deutschsprachigen Raum und die älteste dauerhaft existierende naturforschende Akademie der Welt.

Der heutige Sitz der Leopoldina war einst von der Freimaurerloge „Zu den drei Degen“ erworbenes Grundstück.
In der Zeit des Dritten Reiches übertrug die Loge das Gebäude auf die Stadt Halle. Ab 1952 wurde es von der Martin-Luther Universität genutzt. Der Rechtsnachfolger der Loge die gemeinnützige Weltkugelstiftung erhielt das Gebäude und Grundstück zurück. Die Leopoldina konnte 2009 das Grundstück und Gebäude von der Weltkugelstiftung erwerben.

AOK Gebäude (Bauhausarchitektur)

Es wurde von 1929 bis 1931 nach Plänen des Architekten Martin Knauthe errichtet und gilt als eine der wohl modernen halleschen Architekturleistungen. 2005 wurde das Gebäude aufwendig saniert und zeigt heute nahezu in Erscheinungsbild seiner Entstehungszeit.


Würfelwiese Steinmühle Ziegelwiese Peißnitzinsel

Die Steinmühle gibt es bereits seit dem 12. JHH. Sie wurde Steinmühle genannt, weil sie im Gegensatz zu den anderen aus Stein errichtet war.

Ziegelwiese
Bekannt ist die Ziegelwiese durch die Fontäne. Die Fontäne ist ein 80 m hohes Wasserspiel. Der Teich der Fontäne ist über 1 ha groß.

Peißnitzinsel

Das Peißnitzhaus wurde 1998 als Ausflugsgaststätte errichtet. Ab 1923wurde es als Wald- und Erholungsschule, ab 1934 als Sitz der Hitlerjungend und ab 1950 Bezirkspionierhaus genutzt. Seit 1990 ist das Gebäude ungenutzt.
Die Peißnitzinsel ist ein beliebtes Erholungs- und Freizeitgebiet.

Schwanenbrücke Weinberge Kreuzteiche Bergschenke

Weiter führte uns der Weg am Kröllwitzer Ufer entlang der Wilden Saale im Durchbruchtal der Saale. Den Berghinauf zu den Kreuzteichen, welche zuerst als Schafstränken und später als Fischteiche genutzt wurden. Heute sind sie naturbelassen. Hier wurde eine gemütliche Rast eingelegt.
An der Bergschenke wurde die schöne Aussicht zur Burg Giebichenstein, Zoo usw. genossen.

Giebichenstein-Brücke Bootsschenke „Marie Hedwig“

Giebichstein-Brücke (Bauhausarchitektur)

Sie wurde von 1926 bis 1928 errichtet. Die beiden, von Gerhard Marks verworfenen Tierskulpturen auf den massiven Sockeln rechts und links des Hauptbogens, haben die Funktion von Eisbrechern. Auf den Giebichensteiner Ufer ist befindet sich ein Pferd und auf den Kröllwitzer Ufer eine Kuh auf den Sockeln. Sie symbolisieren die Verbindung des ländlichen Kröllwitz mit dem städtischen Giebichenstein

Zum Mittagessen kehren wir in der Bootsschenke „Marie Hedwig“ ein. Wir saßen gemütlich bei herrlichen Spätsommerwetter auf dem Deck und ließen es uns munden. Dabei sahen wir den vorbeifahrenden Booten zu.

Burg Giebichenstein Klausberge Trotha

Am Fuß der Burg Giebichenstein führte uns der Weg entlang der Saale über die Klausberge nach Trotha. Mit der Straßenbahn ging es zurück zum Hauptbahnhof.

Text : Doris und Bilder: Gisela

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