Unsere Wanderfahrt nach Spindleruv Mlyn

Tag 0 (01.09.19) DIE ANREISE

Nachdem alle Teilnehmer dieser Wanderfahrt eingetrudelt sind, die Sachen mit Mühe verstaut wurden, es gibt doch tatsächlich Wanderer, die ihren ganzen Hausrat mitzubringen scheinen, starten wir pünktlich um 08:30 Uhr.

Über die A 17 und A 4, Zittau, Liberec, verbunden mit 2 biologisch notwendigen  Halten, erreichen wir gegen 15 Uhr unser schönes Hotel „Astra“ in Spindleruv Mlyn (Spindlermühle).

Brigitte und Herbert bieten einen kleinen Ortsbummel an, den die meisten von uns nutzen. Im Ort verteilt sich die Interessenlage und man schwärmt auseinander. Die Initiative der Wanderer scheint grenzenlos zu sein, denn Bärbel und Andreas sind nicht müde, ein” STRAT UP ” zu gründen. Mit dieser Bank, werden wir die kommenden Tage gut über die Runden kommen. Zum Abendessen um 18 Uhr sind alle wieder vor Ort und man bastelt sich die abendliche Nahrung höchst individuell zusammen. Die meisten entschwirren recht bald der Tafel, solch eine Busfahrt ist halt doch nicht ganz ohne. Ein paar stürzen sich noch in den hauseigenen Pool, um schwimmend den Tag zu beenden.

Tag 1 (02.09.19) DIE EINWANDERUNG – 13km / 5 HP

Nach dem Frühstück (ab 07:30 Uhr) sind wir gestärkt und tatendrangig. Um 08:58 Uhr erfolgt traditionsgemäß der Sprudeta (Spruch des Tages):

„Von allen Freuden dieser Welt, die uns ein Gott gegeben, das Wandern uns das Herz erhellt. Ja Wandern, das heißt Leben“

Vom Hotel hinunter nach Spindleruv Mlyn, fordert diese Einwanderung wenig später den ganzen Wanderer. Aus der Ortsmitte heraus quälen wir uns eine recht heftige Steigung hinauf, um den Zelezny vrch (Eisenberg) zu umrunden. Der Tatendrang wird auch etwas durch das Wetter gebremst, denn es regnet. Etwas feucht, an allen möglich und unmöglichen Stellen erreichen wir dann die Bouda Bile Labe (Weißwasserbaude). Leider war eine andere Wandergruppe schneller und wir kommen nicht alle unter. Günter, Experte für das Riesengebirge, ergreift die Initiative und wandert mit 10 Unplazierten weiter zur „Myslivna“. Ohne Hektik wandern wir nach der Stärkung weiter an der weißen Elbe in Richtung Spindleruv Mlyn. Die Hauptgruppe kommt an der Gaststätte „Myslivna“ vorbei und siehe da, die anderen Wanderer haben sich inzwischen auch gestärkt. Gemeinsam erreichen wir wieder Spindleruv Mlyn, wobei sich der Regen gegen 14 Uhr verzieht.

Nach dem gemeinsamen Abendessen veranstalten wir, unter „Anspielung“ von Antje einen Liederabend

Eingelaufen und mit „raspelnder Stimme“ geht dieser Tag zu Ende.

Tag 2 (03.09.19) DIE WEITSICHTIGE WANDERUNG – 16km / 5 HP

Mit dem Sprudeta im Ohr

„Kannst Du nicht wie ein Adler fliegen, klettere Schritt für Schritt bergan. Wer mit Mühe den Gipfel gewann, hat auch die Welt zu Füßen liegen.“

fahren wir mit dem Bus zur Spindlerova bouda (Spindlerbaude) und bewandern den Kammweg in Richtung Elbequelle. Das Wetter ist schön und es bietet sich eine gute Rundumsicht nach Polen und Tschechien. Wie passieren der Petrova bouda (Peterbaude), die Mädel – und Mannsteine, entschließen uns dann das Vysoke Kolo (Hohe Rad) nicht zu besteigen, sondern an der Martinova bouda (Martinsbaude) zur Labska bouda (Elbfallbaude) zu laufen. Von hier aus wandern wir erst einmal zur Elbequelle und kehren anschließend in der Elbfallbaude zum Mittag ein. Auf einem sehr aussichtsreichen Weg gehen wir zum Medvedin

(Schüsselberg), von wo uns der Lift sanft zu Tal trägt. Der Abend wird nach dem Essen individuell genossen.

Tag 3 (04.09.19): DIE ANSTRENGENDE WANDERUNG – 23km / 8 HP

Heute steht ein hohes Ziel auf dem Plan, die Snezka (Schneekoppe). Aus diesem Grund essen wir früher und fahren bereits 08:30 Uhr mit dem Bus zur Spindler Baude. Der Sprudeta lautet:

„Wir besteigen Gipfel, weil wir sie lieben, wir lieben die Orte, an die sie uns bringen und wir lieben es, unterwegs etwas über uns selbst zu lernen.“

Wir beginnen die Wanderung flott, den der heutige Höhepunkt will erklommen sein. Die Schneekoppe sehen wir schon von weitem. Die Annäherung dauert. Unterhalb des Gipfels sammeln wir nochmals unsere Kräfte, ehe wir von dem Dom Slaski (Schlesierhaus) den Aufstieg in Angriff nehmen. Gegen 12 Uhr hat es die Gruppe geschafft. Ein Teil der Wandergruppe unter Leitung von Hermi ist bis Pec pod Snezkou (Petzer) mit dem Bus gefahren, um von da aus mit der Seilbahn die Schneekoppe zu erreichen. Sie werden später auf der Schneekoppe sein. Wir steigen inzwischen wieder über den bequemen Weg ab und visieren die Lucni bouda (Wiesenbaude) an. Hier lassen wir es uns gut gehen, ehe wir über die Teufelswiesen, vorbei an der Weißwasserbaude wieder unser Hotel erreichen. Wir alle sind froh und stolz, es geschafft zu haben. Um 19:45 Uhr erreicht auch Hermis Gruppe das Hotel. Sie waren uns in zeitlichem Abstand gefolgt. Heute lassen wir die Seele und den Körper baumeln.

Tag 4 (05.06.19): DIE AUSPENDELNDE WANDERUNG – 8km / 1 HP

Der Sprudeta für heute lautet:

Altwerden ist, wie auf einen Berg steigen. Je höher man kommt, desto mehr Kräfte sind verbraucht, aber um so weiter schaut man.“

Die heutige Wanderung führt uns zunächst zur Talstation Svaty Petr, von der wir uns „liften“ lassen. Oben angekommen schlagen wir eine weiteren Bogen und steigen über den grünen Weg zum Elbestausee ab. Der Abstieg neben den Flüßchen Drevarsky potok ist etwas speziell, aber wir kommen gut hinunter. Da der gestrige Tag doch seine Spuren hinterlassen hat, zieht sich die Gruppe auseinander. Oberhalb des Elbestausees laufen wir zurück. Nach einer Stärkung in verschiedenen Gaststätten treffen am Nachmittag alle Grüppchen wieder im Hotel ein. Einige lassen sich noch im Pool treiben.

Tag 5 (06.09.19): DIE VOLLENDENDE WANDERUNG – 12km / 4 HP

Für unsere letzte Wanderung lautet der Sprudeta:

„Wir steigen nicht auf Berge, um Gipfel zu erreichen, sondern heimzukehren in eine Welt, die uns als nochmals geschenktes Leben erscheint.“

Gleich hinter dem Hotel steigen wir steil bergan nach Horni Misecky (Oberschüsselbauden). Unterbrochen wir der Aufstieg durch Waldarbeiten und Heidelberg pflücken. Oben angekommen, müssen sich die Frauen auf dem Spielplatz vor der Gaststätte „Stopa“ erst einmal austoben. Der anschließend Abstieg nach Labska (Krausebauden) gelingt ohne viel Probleme, denn es ist meist asphaltiert. Nach dem Überschreiten der Staumauer genießen wir die Rast im „Fontana“. Über bekannte Wege geht es dem Hotel entgegen. Der Nachmittag ist mit Kofferpacken und Genießen schnell vorbei, ehe wir uns nach

dem Abendessen gemeinsam bei Gesang mit Begleitung von Antje bei Brigitte und Herbert bedanken und nochmals an die schönen vergangenen Tage erinnern.

Text: Andreas / Bilder : Doris u.v.a.

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