An der Parthe – Teil 2

Wenn es Sonntag ist, heisst es für die Wanderfreunde der „2 Meilenstiefel “ schauen wir mal was so geht. Unser Ziel ist von Taucha zum Stannebeinplatz in Leipzig an der Parthe entlang zu laufen. So machten sich am 06.02.22 die 13 Wanderer auf den Weg. Antje und Günther sind ihr eigenes Tempo gelaufen und so konnten sie individuell ihr Naturerlebnis erleben.

In diesem Gebiet “ Am Veitsberg “ in Taucha wo alles naturbelassen gelassen wird, istfür Wanderer ein tolles Gebiet und hat eine düstere Geschichte. Denn dort standen die Mitteldeutschen Motoren Werke von 1935 bis 1948 und stellten in Lizenz Junkers- Flugzeugmotoren her. Damals waren bis zu 10 000 Mitarbeiter (Zwangsarbeiter eingeschlossen) beschäftigt. Nach Kriegsende wurden die Werksanlagen demontiert und die Reste gesprengt. Die Löschung der Firma im Handelsregister erfolgte am 27. August 1948 beim Amtsgericht Leipzig.

Waldgebiet an der Parthe

Die Wanderung an der Parthe zeigte uns an jeder Wegbiegung spannenden und abwechslungsreiche Impressionen. Der schmale Wasserstreifen lässt kaum die Gefahren frühere Hochwasser ahnen. In sanften Bögen schlängelt sie sich durch die Natur und an den Ufern stehen Wildkräuter die ersten Frühlingsboten.

In Thekla angekommen sehen wir den Kirchberg mit der “ Hohen Thekla “ . Sie ist die Pfarrkirche der drei Gemeinden Neutzschen, Cleuden und Plösen. Die drei Orte wurden 1889 zusammengeschlossen und bekamen den Namen Thekla – nach ihrer KircIhe. Als Erinnerung an die Völkerschlacht hat die Kirche im Turm drei ein gemauerte, französische Kanonenkugel, die wir nicht gesehen haben.

Im Volksmund Bagger genannt, entstand aus einer ehemaligen Kiesgrube und lädt heute im Sommer zum Baden ein.

Abtnaundorfer Schloss

Nach unserer spontanen Einkehr und frisch gestärkt machten wir uns auf die letzten Kilometer. Im Abtnaundorfer Park befindet sich dann dieser Tempel und diese Kunstinstallation “ Doppelt hell an dunklen Ufern“ (2007).Dieser Park wurde bereits im 18. Jahrhundert angelegt, doch bei den Kämpfen in der Völkerschlacht am 18. Oktober 1813 stark in Mitleidenschaft gezogen.

Schloss Schönefeld

Nicht weit entfernt, und auch an der Parthe, liefen wir am Schloss Schönefeld vorbei. Bemerkenswert ist, dass das Vermächtnis der letzten Baronesse Clara Hedwig von Eberstein, durch die Arbeit des Vereins „Schloss Schönefeld e.V.“ fortgeführt und für gemeinnützige Zwecke verwendet wird. Im Schloss ist eine Einrichtung in freier Trägerschaft für “ Menschen mit Behinderung ein möglichst selbstbestimmtes Leben in Würde und Teilhabe zu ermöglichen.

Am Stannebeinplatz angekommen endet unsere Wanderung mit der Verabschiedung von den  Wanderfreunde .

( Bilder von Evi)

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