Von der Burg zum Berg

Der Sonntagmorgen, welche Wonne

gehört uns allen ganz allein,

wir genießen die schönen Stunden,

Ach, könnt doch immer Sonntag sein.

Voller Vorfreude machten wir uns, dass heißt 15 Wanderfreunde, bei super Sonnenschein auf den Weg um einen schönen Wandertag zu verbringen . Auch wenn noch nicht viel vom Frühling erkennbar ist, sieht man hie und da ein paar kleine Blüten, die verheißungsvoll hervor schauen.

Der Dölitzschbach hat an den Ufern Eis lädt nicht zu baden ein, doch mal testen kann man dann doch, wie man sieht.

Wie wir das schon manchmal hatten, ein Weg endet einfach. Da muss man eine Entscheidung treffen, man läuft zurück, oder man überquert die reißenden Fluten. Ein dicker Stamm ist schnell gefunden und schon üben wir uns in Balance um zum gegenüberliegenden Weg zu kommen. Der Schillerpfad hat so seinen Tücken die es zu meistern gilt.

Doch leider haben es nicht alle geschafft unbeschadet auf die andere Seite zu gelangen.

Von der Burg zum Berg

An der Rochlitzer Mulde ist der 18 ha großen Park, der unter Denkmal u. Naturschutz steht. Er wurde Anfang des 19. Jhd im englischen Stil von dem Grafen Schönburg angelegt. 

Vor 800 Jahren erbaut, lädt sie ein zum stillen Verweilen und Schauen. Sie gibt aber auch Zeugnis vom Glauben vergangener Zeiten, der durch unsere Zeit bis in die Zukunft weist. 

Die Wechselburg

Als Dedo von Wettin 1156 das Rochlitzer Land erbte, ließ er bald als Graf von Groitzsch im hiesigen „Zschillen“ ( Bienenort ) eine Kirche errichten. Sie sollte Begräbnisort der gräflichen Familie sein. Zur Kirche stiftete Dedo ein Kloster und ließ dazu Ordensbrüder vom Augustinerchor- Herren Stift kommen. Im Jahre 1168 hat Bischof Gerung von Meißen den Ostteil der Kirche geweiht. Schon um 1180 dürfte die Kirche vollendet gewesen sein, das dazugehörende Kloster etwas später. 

Wegen Unruhen im Kloster entschloss sich Markgraf Heinrich der Erlauchte, nach Beratungen mit dem Bischof von Meißen das Kloster aufzuheben und übergab es 1278 dem Deutschen Ritterorden. Dieser führte das Kloster zu einer Blütezeit bis zur Reformation. Nach einer Visitation fiel das Kloster 1543 mit allen Besitzungen an den Landesherren Moritz von Sachsen. Bis 1570 rangen die Deutschherren um die Weiterführung des Klosters, aber vergeblich. 

Nach der Reformation

Der sächsische Herzog Moritz von Wettin tauschte 1543 seine Güter zusammen mit seiner Herrschaft Penig an die Herren von Schönburg gegen die Orte Hohnstein, Wehlen und Lohmen in der sächsischen Schweiz. Daher kam für den Ort Zschillen und die Klosteranlage der Namen Wechselburg auf. Wobei Altzschillen seine Ursprüngliche Namen bis heute behielt. 

Durch den dreißigjährigen Krieg wurde der Ort mehrfach zerstört und auf dem Gelände des ehemaligen, verfallenen Klosters das jetzige Schloss Wechselburg errichtet. 

Die Gräfin Emilie von Schönburg hat im Jahr 1843 das erste Diakonissenhaus auf dem Schloss errichtet. Bis zur Enteignung 1945 war die gesamte Schlossanlage im Besitz der Fam. Schönburg – Glauchau. 

Danach wurde die Anlage als TBC – Heilstätte bis in den 60 tigern Jahren genutzt und bis 2005 war ein Fachkrankenhaus für Kinder – Jugendpsychiatrie untergebracht. 

Nachwendezeit 

Noch um 1991 wurde das neue Schloss als Krankenhaus genutzt. 1993 gründeten Benediktinermönche der Abtei Ettal das Kloster Wechselburg als klösterliche Niederlassung erneut. Die Mönche betreiben ein Jugend- und Familienhaus und sind in der Wallfahrts- und Pfarrseelsorge engagiert. Ab 2010 wurde das Kloster dazu ausgebaut. Nach bekannt gewordenen Missbrauchsfällen wurden drei Mönche des Konvents von Kloster Wechselburg suspendiert. 

Papst Franziskus verlieh der Wechselburger Stiftskirche am 12. November 2018, dem 850. Jubiläum ihrer Kirchweihe, den Ehrentitel einer päpstlichen Basilika minor. Dem ging ein Jahrelanger Streit zwischen den Religionen voraus. So wurde von den Schönburgs am Wallfahrtsort katholische Privatandachten abgehalten. Die Evangelische Kirche schaute argwöhnisch zu und verbot um 1900 mittels Polizeieinsatzes den Besuch der Fronleichnamsprozession im Schlosspark für Nichtmitglieder der Familie.  Zur römisch – katholischen Pfarrkirche wurde sie erst nach dem zweiten Weltkrieg. 

Sie ist damit die erste in ganz Ostdeutschland, die diese hohe Auszeichnung empfangen hat. Das Papstwappen über dem Bennoportal und die Bronzetafel im linken Seitenschiff weisen daraufhin.  

Zum Bau der Kirche 

wurde Porphyr Tuff (versteinerte Lavaasche) vom Rochlitzer Berg verwendet. Ein Zeichen der Kunstfertigkeit der damaligen Zeit stellt die Emporen Säule dar, aus einem Stein gehauen. Die Kirche ist als dreischiffige Pfeilerbasilika errichtet – hohes Mittelschiff und niedrigere Seitenschiffe. Der Grundriss ist in Kreuzesform gehalten.

https://www.rochlitzer-muldental.de

Sage von der Mönchstaufe

Dedo der Feiste Graf zu Rochlitz, kam, als er mit Kaiser Heinrich. IV. nach Apulien reisen wollte, auf den Gedanken, sich das überflüssige Fett aus dem Leibe schneiden zu lassen, damit es ihm auf der Reise nicht im Wege wäre. Dies tat er, aber mit so unglücklichem Erfolge, dass er etliche Tage darauf (16. August 1199) starb. Er liegt mit seiner Gemahlin, die das Jahr vorher gestorben, im Kloster Zschilla, das aber, seitdem es (1543) Herzog Moritz den Herren von Schönburg abgetreten hatte und also durch einen Wechsel seine Herrschaft änderte, Wechselburg heißt und jener 1174 (1184?) erbaut hat, begraben. Dasselbe soll ursprünglich nur von lauter Edelleuten bewohnt gewesen, hier aber nichts Gutes, sondern eitel Böses geschehen sein. Als einst ihr Probst sich wider ihren Unfug, Geilheit und Mutwillen gesetzt hatte, hauen sie ihm einige Gliedmaßen seines Leibes ab und werfen ihn in die Mulde, da denn solcher Ort noch jetzt die Mönchstauf oder der Mönchstümpel genannt wird, dem Prior aber schlugen sie mit einem eisernen Hammer den Hirnschädel ein. Darauf wurden diese adeligen Canonici ausgestoßen und das Kloster den Deutschen Ordensherren eingeräumt, die es auch bis zur Veränderung der Religion besessen haben. 

Marienstaue

Als Lourdes Grotte werden Mariengrotten bezeichnet. In dieser Grotte in Südfrankreich hat die heilige Bernadette 1858 nach eigenen Angaben die Muttergottes gesehen. Die Wallfahrt begann dann mit einer Serie von 18 Erscheinungen.  

Von der Burg zum Berg

Die Burg mit ihrer interessanten Geschichte liegt nun hinter uns und wir machen uns auf den Weg zum Berg.

An der Zwickauer Mulde

„Leben ist nicht genug, sagt der Schmetterling, Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu“ sagte Hans Christian Andersen

Ab hier geht es wirklich nach oben zum Berg und wir nehmen diesen Abschnitt der Wanderung mit Schwung, denn unsere Einkehr naht.

Unser Ziel denn die Wanderung heißt ja “ Von der Burg zum Berg“

Unser Essen ist schon bestellt und nun können wir entspannen 

Von der Burg zum Berg war unser Ziel

Alle sind gestärkt und wir treten die letzten Kilometer zum Bahnhof

Ein kleiner Pfad von dem Ort Dölitzsch führt uns über 1,5 km an einem Bach entlang zu dieser Bank mit schönen Ausblick bevor wir den Bahnhof in Narsdorf erreichen und ein schöner Tag endet.

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