Wenn die Kraniche 2021 ziehen


Am 16.10. versprach es ein schöner Tag zu werden.

…. Nebel…. keine Berge in Sicht

Es gibt über das Kyffhäusergebirge einen alten Spruch:
„Steht der Wode ohne Hut,bleibt das Wetter schön und gut. Ist er mit dem Hut zu sehen, wird das
Wetter nicht bestehen.“

…der Nebel lichtet sich…

Wir 13 Wanderer waren in Berga-Kelbra erstmal vom Nebel überrascht. Aber
nicht lange und wir konnten die Berggipfel des Kyffhäuser sehen. Zügigen Schrittes ging’s bergauf, mit einem kurzen Blick auf die Rothenburg.
Erbaut in der zweiten Hälfte des 12.Jahrhunderts. Die Besitzer standen auf der Seite des Welfenherzogs Heinrich des Löwen; erbitterter Gegner des Stauferkaisers Barbarossa.

… die Rothenburg

Auf 450 m Höhe hatten wir den Kaiserweg erreicht…eine Stunde entspanntes Laufen ohne große
Höhenunterschiede. Auch eine Rast war drin. Wir mußten doch unsere schweren Rucksäcke
erleichtern. Es war Rucksackverpflegung angesagt. Nach Verlassen des Waldes genossen wir die weite Sicht ins Tal der Goldenen Aue mit der Talsperre Kelbra.

Blick in die Goldene Aue mit Stausee


Die Talsperre wurde 1962 durch Anstauung der Helme zum Hochwasserschutz und zur landwirtschaftlichen Nutzung erbaut. Später hat man auch Wasser abgeleitet in den Thomas – Münzer-Schacht (Sangerhausen) zur Verdünnung des stark salzhaltigen Sickerwassers in den Schächten. Die Westseite des Sees ist Vogelschutzgebiet für ca. 300 Vogelarten, die sich hier übers Jahr verteilt aufhalten.

.. die Sonne hat es geschafft ..


Nun hatten wir offene Landschaft und konnten die wärmende Sonne geniesen. Im Kellental wurden wir von einer Kuhherde begrüßt, die uns auf unserem mühsamen Weg am Kuhgatter vorbei begleitete. Es war noch früher Nachmittag, als wir die Badraer Schweiz erreichten. Und es würde noch lange dauern, bis wir die Kraniche zu Gesicht bekämen. Die treffen erst zur Dämmerung am See ein. Am Campingplatz entschlossen wir uns an einem Imbiss einzukehren. Auch um die Wartezeit auf die Kraniche etwas abzukürzen.

Im Kellental nach dem Kuhgatter


Und dann auf dem Damm, 17 Uhr die ersten drei Kraniche. Wenig später eine ganze Formation von
fliegenden Vögeln am Himmel. Mit lautem Geschrei fliegen sie über unsere Köpfe und lassen sich
in gebührender Entfernung von uns im seichten Gewässer nieder.

Wenn die Kraniche ziehen


Tausende Kraniche legen hier ihren Zwischenstopp ein um sich zu stärken auf ihrer langen Reise
Richtung Spanien und Frankreich. Im Frühjahr ziehen sie zurück in ihre Brutgebiete nach
Skandinavien, das Ostbaltikum und Polen.

… und am See


Unser Tag endete mit einem sehr schönen Sonnenuntergang.

( Text: Marlis und Bilder : Doris)

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